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Venenleiden

 

Was sind Venenleiden ?

Venen sind Adern, die sauerstoffarmes Blut von den Kapillargebieten wegführen und dabei Zellstoffwechselprodukte mitführen (im Gegensatz zu den Arterien, die sauerstoffreiches Blut von der Lunge zu den Zellen transportieren). Genau wie bei den Arterien können sich auch an den Wänden der Venen Blutgerinsel bilden und die Venen verengen. Durch eine Ausgleichsreaktion weiten sich die Venen und nehmen mehr Blut auf. Die sogenannten Venenklappen, die verhindern, dass das Blut im Stehen nach unten rutscht, können nicht mehr richtig schließen. Das Blut wird nicht mehr richtig wegtransportiert und verbleibt mit seinen Abtransportstoffen in den Beinen und Füssen. Gleichzeitig muss das Herz das “frische” Blut gegen diesen Stau anpumpen, es entstehen Ödeme (Wassereinlagerungen im Gewebe). Das Bein, besonders der Unterschenkel und die Füsse schwellen an (dickes Bein), verfärben sich blau und schmerzen. Es bilden sich Geschwüre, die Haut ist sehr leicht zu verletzen und heilt schlecht (offenes Bein). Der Beginn einer Venenthrombose zeigt sich mit leichten Schmerzen im Bein und in der Wade, die Beine fühlen sich schwer an. Im Laufe der Erkrankung besteht zunehmend die Gefahr, dass sich Blutgerinsel lösen und als Klumpen abtransportiert werden. Sie landen mit dem Blutstrom unweigerlich in den Lungen und blockieren dort kleinste Lungenadern. Es entsteht eine lebensgefährliche Lungenembolie mit Schmerzen in der Brust, Husten, Atemnot, Herzrasen, Kreislaufschwäche und Angstgefühl. Dann sollte sofort der Notarzt gerufen werden.

Ein weiteres Venenproblem, vornehmlich in den Beinen, sind Krampfadern, die sich ebenfalls in müden und schweren Beinen äußern und deutlich unter der Haut zu sehen sind. Sie sind Anzeichen von Venenschwäche und führen ebenfalls zu Wassereinlagerungen in den Füssen und Unterschenkeln, mit denselben Folgen wie die thrombotischen Erkrankungen. Besenreisser sind ebenfalls auf Venenschwäche zurückzuführen, sind aber meistens ungefährlich.

 

Ursachen

Venenleiden sind entweder Folge von krankhaften Veränderungen an den Venenwänden (Entzündungen) oder sind Folge von Schwangerschaft, Übergewicht oder chronischer Verstopfung. Der Erwerb von Krampfadern kann auch vererbt sein.

 

Therapie

Zur nichtmedikamentösen Therapie gehören Kompressionsverbände oder -strümpfe, möglichst viel Bewegung wie Laufen, Wandern, Schwimmen, sowie die häufige Behandlung der Beine mit kaltem Wasser. Die Kompressionen stabilisieren die Venen, die Bewegung sorgt für besseren Blutdurchsatz und aktiviert die Muskelpumpe in den Waden (durch die Kontraktion der Wadenmuskeln wird das Blut aus den Unterschenkeln gepumpt), was den Abtransport des Blutes fördert.

Medikamentös kann man Venenleiden z.B. mit folgenden rezeptfreien Wirkstoffen unterstützend behandeln: Heparin-Natrium, Rosskastaniensamenextrakt. Heparin soll blutgerinnungshemmend wirken, Rosskastaniensamenextrakt soll die Venenwände abdichten und damit Ödemen vorbeugen. Beide Substanzen gibt es zur inneren und äußeren Anwendung. Bei Heparinanwendung muss auf eine erhöhte Blutungsneigung bei Verletzungen geachtet werden.

 

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