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Carotine

 

Funktion und Vorkommen

Carotine bzw. Carotinoide sind farbige Substanzen, die v.a. Pflanzen ihre leuchtend gelben und roten Farben geben. Sie kommen aber auch im menschlichen Blut und Gewebe vor und sind biologisch wirksam, indem sie freie Radikale abfangen können. Freie Radikale sind normale Stoffwechselprodukte, die aus hochreaktiven Sauerstoffen bestehen und mit Zellsubstanzen reagieren und diese dadurch schädigen. Krebs, koronare Herzkrankheiten, der graue Star (Katarakt) oder die altersbedingte Makuladegeneration gehören u.a. vermutlich zu den durch freie Radikale verursachten degenerativen Alterserkrankungen.

Externe Einflüsse wie z.B. Ozon, andere Umweltschadstoffe, Zigarettenrauch führen ebenfalls zur Bildung freier Radikale und wirken zellschädigend.

Carotinoide fangen Radikale ab oder verhindern ihre Entstehung. Zu den wichtigsten gehören Alpha-Carotin, Beta-Carotin, Lutein, Xeazanthin, Beta-Cryptoxanthin und Lycopin. Sie kommen im Obst (Apfelsinen, Mandarinen, Nektarinen, Aprikosen), Gemüse (Brokoli), Karotten, grünem Blattgemüse (Spinat), Honigmelonen, Kürbissen, Tomaten, gelbem Paprika, Guaven, Mangos, Papayas, Mais vor.

 

Mangel

Momentan besteht in der Literatur keine einheitliche Meinung über die tägliche Aufnahme von speziellen Carotinoidmengen, die Angaben schwanken z.B. für Beta-Carotin zwischen 2 und 150 mg/Tag, je nach Anwendungsgebiet.

Die prophylaktische Wirkung der Carotinoide scheint jedoch mittlerweile wissenschaftlich gesichert zu sein. Beta-Carotin hat z.B. eine schützende Funktion für die Haut bei intensiver Sonnenbestrahlung.

Bei Carotinoidmangel in Verbindung mit hoher Belastung mit freien Radikalen (“oxidativer Stress” z.B. bei Rauchern, die sich weitgehend einseitig nichtvegetarisch ernähren) ist es schwierig, die notwendigen Mengen an Carotinoiden mit der Nahrung aufzunehmen, wenngleich dies die bevorzugte Form sein sollte. Um wirksame Dosen von Lutein und Xeazanthin im Auge zu erreichen, müßten große Mengen Grünkohl, Petersilie oder Spinat pro Tag gegessen werden.

Daher ist eine zusätzliche Zufuhr von Carotinoiden prophylaktisch durchaus sinnvoll, wenn man sich zu den Personen mit “oxidativem Stress” zählt.

 

 

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