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Lippenherpes

 

Was ist Lippenherpes ?

Lippenherpes wird durch Herpes-simplex-Viren Typ I verursacht. Die erste Infektion erfolgt durch Ansteckung über die Schleimhaut (z.B. beim Küssen) oder über kleine Hautwunden. Danach verbleiben die Viren lebenslang im Körper, und es kann zu zahlreichen neuen Infektionen kommen. Jede Infektion kündigt sich durch ein leichtes Jucken und Kribbeln im Lippenbereich an. Einige Stunden später kommt es zur Bläschenbildung, die gefüllt sind mit Herpes-Viren. Man sollte die Bläschen in keinem Fall zerkratzen oder öffnen, auch die mit zunehmender Heilung entstehenden Verkrustungen nicht. Wenn diese von selber aufplatzen, entstehen schmerzhafte Wundflächen. Eine Infektion dauert unbehandelt ungefähr 5-10 Tage, bis das Immunsystem die Viren wieder unter Kontrolle hat. Sie verbleiben danach in Nervenknoten bis zur Neuinfektion.

 

Ursachen

Die Erstinfektion erfolgt durch Übertragung (Ansteckung), nachfolgende Ausbrüche geschehen meistens durch Stress, Fieber, Abwehrschwäche oder die weibliche Menstruation. Auch starkes Sonnenlicht kann die Viren aus ihrem Versteck locken.

 

Therapie

Zur Therapie bei Lippenherpes stehen besondere antivirale Cremes zur Verfügung. Ihr Wirkstoff Aciclovir kann nur dann infektionslindernd wirken, wenn er direkt beim ersten Kribbeln und Jucken vor Bläschenbildung angewendet wird. Dann ist die antivirale Wirkung ausreichend, um die Infektionszeit zu verkürzen. Eliminieren lassen sich die Viren allerdings nicht. Wenn bereits Bläschen vorhanden sind, nützt eine Therapie nichts mehr. Unter Anwendung von Aciclovir-Creme kann es zu lokalen Hautirritationen kommen.

 

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