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Verstopfung

 

Was ist Verstopfung ?

Eine chronische Verstopfung (Obstipation) liegt vor, wenn der Stuhlgang über längere Zeit ausbleibt. Dabei sind 4-5 Tage durchaus im Bereich des Normalen und kein Grund, ein Abführmittel zu sich zu nehmen. Normalerweise drückt der Stuhl in unregelmäßigen Abständen gegen den Enddarm und löst den Stuhlgang unwillkürlich aus. Die Entleerung ist dann aber unserem Willen unterworfen und kann verhindert werden. Geschieht dies, wird der Stuhl zurück in den Dickdarm befördert, wo ihm weiteres Wasser entzogen wird. Geschieht dies sehr oft, wird der Stuhl hart und gleichzeitig reduziert sich der Stuhldrang. Der Stuhl verbleibt im Dickdarm. Daher sollte Stuhldrang möglichst nicht unterdrückt werden.

 

Ursachen

Ursachen für chronische Verstopfung sind in erster Linie in falscher Ernährung und zu wenig Bewegung zu suchen, so dass die Darmperistaltik (natürliche Bewegung des Darms) gestört ist und der Stuhl nicht richtig befördert wird. Daneben sind psychische Erkrankungen, Arzneimittelnebenwirkungen (auch durch Abführmittel), zuwenig trinken und zu großer Flüssigkeitsverlust mögliche Gründe. Natürlich können Erkrankungen des Darms selbst Verstopfungen verursachen. Diese müssen vor einer Selbstmedikation natürlich ausgeschlossen werden.

 

Therapie

Als grundsätzliche Massnahme empfiehlt es sich, die Ernährung auf gesunde Mischkost und ballaststoffreiche Kost umzustellen. Pflanzenfasern, Weizenkleie, Vollkornbrot, Karotten, Kohl und rohe Äpfel sind besonders förderlich und erhöhen das Stuhlgewicht. Medikamentös zur kurzzeitigen Anwendung bei chronischer Verstopfung kommen Lactulose und Bisacodyl-Präparate zur Anwendung. Diese Medikamente können bei hoher Dosierung zu Schmerzen und Störungen im Magen-Darm-Bereich führen. In Schwangerschaft und Stillzeit sollte Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden.

 

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