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Verständliche Arzneimittelinformationen für alle
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Angststörungen
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Was ist eine Angststörung ?
Angst ist eine psychische Reaktion auf etwas Bedrohliches und führt zu einer Vermeidungsreaktion. Wenn die Bedrohung nicht mehr
da ist, ist auch die Angstsituation normalerweise vorbei. Menschen mit Angststörungen verspüren eine permanente irreale Bedrohung oder sie haben extreme Angst vor bestimmten Situationen (Flugangst, Angst vor kleinen
Tieren, Angst vor großen Plätzen oder geschlossenen Räumen) oder an bestimmten Plätzen. In unbestimmten Situationen geraten sie plötzlich in Panik und verlieren die Beherrschung über sich und die Situation. Solche
Angststörungen führen zu einem Vermeidungsverhalten vor angstauslösenden Situationen, was dahin führen kann, das das Haus nicht mehr verlassen wird und jegliches soziales Leben unterbleibt. Dabei herrschen innere
Unruhe, Erregtheit und depressive negative Stimmung vor. Kopfschmerzen, Herzrasen, Atemnot und Schlaflosigkeit kommen hinzu.
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Ursachen
Eine Angststörung ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die psychotherapeutische und meist medikamentöse Hilfe benötigt.
Angstgestörte Patienten brauchen Hilfe und Zuwendung, ihre Erkrankung sollte man ernst nehmen und nicht abtun. Die genauen Ursachen sind nicht geklärt, wahrscheinlich liegen Gründe jedoch in Geschehnissen der
Vergangenheit, die sich tief in die Psyche gegraben haben und auch auf körperlicher Ebene im Nervensystem Veränderrungen bewirkt haben, so daß eine normale Funktion nicht mehr möglich ist.
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Therapie
Neben psychotherapeutischer Betreuung müssen Patienten mit schweren Angststörungen in die Behandlung bei einem (Fach-)Arzt, der
rezeptpflichtige angstlösende Medikamente (meist Benzodiazepine oder Antidepressiva) verordnen kann.
Bei leichteren Angststörungen können pflanzliche Medikamente mit Extrakten aus der Kavakava-Wurzel oder dem Johanniskraut stimmungsbessernd wirken und das Befinden verbessern. Ihre Verträglichkeit ist gut, als unerwünschte Wirkungen treten beim Johanniskraut je nach Dosierung Appetitlosigkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Müdigkeit, Unruhe, Schwindel, Hautausschlag, erhöhte Sonnenempfindlichkeit und Juckreiz auf. Wechselwirkungen müssen beachtet werden, Kavakava darf bei schweren Depressionen nicht angewendet werden. Achtung: Kava-Kava ist seit 2002 nicht mehr auf dem deutschen Markt erhältlich.
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