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Ursachen
Rückenprobleme sind meist Folge falscher Körperhaltungen und -bewegungen, die unsere Lebensweise zurückzuführen sind
(sitzende Schreibtischtätigkeit, Freizeit vor dem Fernseher, einseitige Bewegungen und Belastungen, falsches Tragen und Heben). Es kommt zu Beschwerden wie Nacken- und Schulterschmerzen, Nackensteife,
Kreuzschmerzen, Schwierigkeiten beim Bücken, Hexenschuss und Ischiasschmerz. Verursacht werden diese Beschwerden durch verschiedene Mechanismen. Meist sind es nicht die Knochen, sondern es kommt zu der kleinen
Wirbelgelenke (z.B. durch ungeschickte, plötzliche Bewegungen) oder aufgrund von Fehlbelastungen zu schmerzhaften Verspannungen der Rückenmuskulatur, die durch Schmerz und Schonhaltung die zugrundeliegende
Fehlhaltung noch verstärken. So entsteht ein Teufelskreis, der die Schmerzen immer weiter verschlimmert.
Angeborene oder in der Wachstumsphase erworbene Wirbelsäulenverkrümmungen äußern sich in gleichen Beschwerden, ständige Stressbelastungen
können zu Muskelverspannungen des Rückens führen. Beim Bandscheibenvorfall, der meist in der Lendenwirbelsäule auftritt reißt der äußere Faserring der Bandscheibe ( z.B. durch falsches Heben schwerer Gegenstände
oder durch altersbedingte, degenerative Gewebsschäden) und der Gallertkern quillt vor. Dabei drückt er häufig auf Nervenwurzeln, die aus dem Rückenmark austreten. Dies verursacht heftige Schmerzen, die zum Teil in
Gesäß und Bein ausstrahlen. Hexenschuss und Ischiasbeschwerden können Vorboten oder Anzeichen eines Bandscheibenvorfalls sein. Treten Muskelschwäche oder Lähmungen in den Beinen oder Gefühlsstörungen an der Haut der
Beine auf, ist der Druck auf die Nervenwurzel so stark, dass der betreffende Nerv bereits in seiner Funktion geschädigt ist. Damit die Schäden nicht dauerhaft bleiben, ist sofortige ärztliche Hilfe nötig. Oft ist in
solchen Fällen eine Bandscheibenoperation nötig.
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Therapie
Neben Muskelentspannungsübungen und Rückenschulungsübungen ist Schwimmen und Sport wichtig für die Stärkung der Rückenmuskulatur. Massagen
und Wärmebehandlung ist ebenfalls hilfreich. Man sollte in jedem Fall auf korrekte Sitz und Schlafhaltung achten.
Medikamentös können im akuten Fall Salben und Gele mit schmerzstillenden Wirkstoffen (Ibuprofen, Diclofenac, Salicylsäure) oder muskel- und hautwärmenden Stoffen (Benzylnicotinat, Nicoboxil) angewendet werden. Muskelentspannende Wirkstoffe sind verschreibungspflichtig und nur über ein Arztrezept zu erhalten.
Grundsätzlich sollte bei sehr starken Beschwerden und Verdacht auf Bandscheibenvorfall der Arzt aufgesucht werden.
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