Verständliche Arzneimittelinformationen für alle

 

 

 

Schnupfen

 

Was ist Schnupfen ?

Beim Schnupfen (Rhinitis) schwillt die Nasenschleimhaut an und sondert Wasser ab. Damit und mit heftigem Niesen versucht der Körper die schnupfenauslösenden Erreger (Viren oder Allergene) loszuwerden. Problematisch wird der Schnupfen, wenn die Nase so zugeschwollen ist, dass eine ausreichende Atmung nicht mehr möglich ist, was v.a. nachts den Schlaf rauben kann, und wenn die angeschwollene Schleimhaut die Belüftung der Nasennebenhöhlen verhindert. Dann kann sich Schleim in den Nebenhöhlen ansammeln und bakteriell infizieren (Nasennebenhöhlen- (Stirnhöhlen-, Kiefernhöhlen-) -entzündung), auch kann sich die mögliche Infektion ins Mittelohr ausweiten (Mittelohrentzündung).

Beim allergische Schnupfen kommt ein starkes Jucken, ausgelöst von freigesetztem Histamin hinzu.

 

Ursachen

Die Ursachen sind bei geschwächter Immunabwehr meistens Viren, die sich in der Nasenschleimhaut ansiedeln und vermehren (bei grippalen Infekten oder Erkältungen). Beim allergischen Schnupfen sind Allergene (z.B. Blütenpollen, Tierhaare, Hausstaubmilben) die Auslöser der Nasenschleimhautschwellung.

 

Therapie

Neben Dampfbädern und Salzwassersprays oder Salzwassernasenduschen ist die effektivste Therapie immernoch die Anwendung von schleimhautabschwellenden Nasensprays und Nasentropfen. Bei allergischem Schnupfen können dies Antihistaminika-Sprays sein (s. Antiallergika), beim Fließschnupfen sind es blutgefässverengende Imidazolin-Derivate (Tramazolin, Naphazolin, Xylometazolin, Oxymetazolin). Sie haben eine rasche blutgefässverengende Wirkung auf die Nasenschleimhaut, die sich zusammenzieht. Die Nase wird wieder frei und läuft nicht mehr. Die Wirkung der Sprays hält etwa 8 Stunden an und kann während der Erkältung, jedoch maximal 7-10 Tage durchgeführt werden. Länger sollte man diese Medikamente nicht anwenden, da das permanente medikamentöse Zusammenziehen der Nasenschleimhaut diese schädigen kann, was zur sog. Stinknase führt.

Bei Kleinstkindern und Säuglingen dürfen nur die jeweils geringer dosierten Tropfen angewendet werden, Sprays sollte man bei Säuglingen nicht anwenden, da die Sprühnebel leicht in die Lunge kommen können und zu starken Atembeschwerden führen können. Bei allergischem Schnupfen sollten Imidazolinderivate nicht angewendet werden, weil allergische Beschwerden meistens deutlich länger als eine Woche andauern. Gefässverengende Nasensprays können u.a. Herz-Kreislaufnebenwirkungen haben, Gegenanzeigen sind zu beachten.

Salzwassersprays können auch bei trockener Nase angewendet werden.

Chronische Schnupfenbeschwerden sollten vom Arzt behandelt werden. Er kann Kortison-Nasensprays zur antientzündlichen Behandlung verordnen. Mehr Informationen unter www.Schnupfennase.de

 

Copyright Marikor.de 1999-2009  -  Impressum