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Viagra (Pfizer)
Sildenafil, ein Phosphodiesterasehemmer, ist zur Behandlung der erektilen Dysfunktion zugelassen worden, da es die
physiologische Reaktion auf sexuelle Reize verstärkt. Zur Erektion kommt es, wenn sich die glatte Muskulatur entspannt und Blut in die Corpora cavernosa einströmt. Phosphodiesterase Typ V wirkt dem entgegen und läßt
das Glied erschlaffen. Sildenafil hemmt die Phosphodiesterase V, die Erektion hält länger an. Erektile Dysfunktionen können so beseitigt werden, was in klinischen Studien belegt wurde. Als Nebenwirkungen treten v.a.
auf: Kopfschmerzen, Hitzewallungen, Dyspepsie, verstopfte Nase und Sehstörungen. Sehstörungen werden dadurch wahrscheinlich, weil Sildenafil auch die Phosphodiesterase VI gehemmt, die für die Lichtübertragung in der
Netzhaut von Bedeutung ist. Vor der Einnahme wird dringend empfohlen, sich mit einem Arzt zu beraten, um Risiken der Anwendung zu erörtern. Dies trifft besonders auf Patienten mit anderen Erkrankungen wie
Diabetes, koronarer Harzkrankheit, Rhythmusstörungen oder Hypertonie.
Cialis (Lilly)
Nach Sildenalfil ist Tadalafil der zweite Wirkstoff zur Behandlung der erektilen Dysfunktion. Er hat denselben Wirkmechanismus, hemmt
selektiv die cGMP-spezifische PDE-5, wodurch der Gehalt an cGMP in der Muskelzelle steigt. Deshalb wirken diese Substanzen nur nach sexueller Stimulation und nicht eigenständig. Auch die Nebenwirkungen ähneln sich:
Kopfschmerzen, Dyspepsie, Gesichtsröte (Flush), Schwindel und Rhinitis. Die unter Sildenafil beobachteten Farbsehstörungen traten unter Tadalafil und auch unter Vardenafil seltener auf. Die Wirkstoffe sind
kontraindiziert bei Patienten, die organische Nitrate oder NO-Donatoren einnehmen (Gefahr einer verstärkten Blutdrucksenkung).
Wegen seiner langen Halbwertszeit von 17.5 Stunden) wird Tadalafil auch als Wochenendpille bezeichnet. Die Einnahme sollte am besten 30
Minuten bis 12 Stunden vor dem gewünschten Geschlechtsverkehr stattfinden. In Studien war die Einnahme von Tadalafil der von Placebo deutlich überlegen und führte bei Dreiviertel der Anwender zum gewünschten Erfolg.
Der Effekt sinkt bei Männern mit Diabetes Typ 1 oder 2, ist allerdings immer noch signifikant besser als bei Placeboeinnahme.
Levitra (Bayer)
Der dritte PDE-5-Hemmer ist Vardenafil. Es ähnelt dem Sildenafil.
Bei einigen Männern wurden bereits 15 Minuten nach Vardenafil-Einnahme maximale Plasmaspiegel gemessen. Die Halbwertszeit liegt im Mittel
bei 4 bis 5 Stunden, ähnlich wie bei Sildenafil (3 bis 5 Stunden). Indinavir, Ritonavir, Ketoconazol und Itraconazol können die Plasmaspiegel von Vardenafil erheblich steigern; eine gleichzeitige Einnahme muss
daher vermieden werden.
Die Einnahme erfolgt 25 bis 60 Minuten vor dem erwünschten Geschlechtsverkehr; die maximale Dosis sollte 20 mg einmal täglich nicht
überschreiten.
Interessant an den klinischen Studien zu allen drei Substanzen ist, dass die Erfolgsquoten bei der Einnahme von
Placebopräparaten zwischen 30 und 50 Prozent lagen.
Achtung: In Kombination mit Grapefruit-Saft kann es zu verstärkten Sehstörungen, Blutdruckabfall oder schmerzhaften Erektionen kommen.
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